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Der Bolonka Zwetna

Der Bolonka Zwetna ist eine langhaarige Kleinhundrasse, die in vielen Farbvariationen

vorkommen kann. Er gehört zur Familie der Bichons und ist eingeordnet bei den „Gesellschafts- und Begleithunderassen“.

Sein Name stammt aus dem russischen und bedeutet übersetzt „buntes Schoßhündchen“.

Bolonka = Schoßhund

Tsvetnaya oder Zwetna = bunt

Ein Bolonka Zwetna hat ein nachwachsendes Fell ohne saisonalen Haarwechsel, das bedeutet, dass er nicht wie andere Rassen haart.

Sein seidig weiches gewelltes oder gelocktes Fell sollte zur Pflege mehrmals in der Woche gekämmt und gebürstet werden. Wenn das Fell zu lang gewachsen ist, kann es geschnitten werden, allerdings werden Sie dann optische Änderungen in der Färbung feststellen, da zumeist der Verlust der eventuell vorhandenen anders farbigen Haarspitzen zu verzeichnen ist. Bei manchen Bolonkas ändert sich nach einem Schnitt die Fellstruktur, welliges Fell wird danach häufig lockig.

Farbänderungen treten allerdings nicht nur durch den Schnitt auf, denn ein Bolonka kann durchaus seine Fellfarbe ändern, in den meisten Fällen ist ein Aufhellen zu verzeichnen. Je nach Ausprägung der Gene geschieht dies mehr oder weniger, kann aber auch ganz ausbleiben und der Hund behält seine Farbe.

Der Bolonka Zwetna ist ein Hund mit sonnigem Gemüt. Er ist immer freundlich und offen.

Allem Neuen gegenüber ist er aufgeschlossen und sehr lernfähig, so dass er auch für Agility sehr zu begeistern und seine Erziehung zumeist recht unkompliziert ist. Mit viel

Freude und Spaß lernt er sogar kleine Tricks oder Kunststücke.

Obwohl der Bolonka Zwetna ein eher kleiner Hund ist, steht er einem großen in nichts nach. Der Bolonka Zwetna ist ein sehr naturverbundener Hund, der gerne draußen spielt und tobt.

Er braucht nicht viel Auslauf, aber wenn man gerne längere Spaziergänge unternimmt, ist er mit Ausdauer und Freude dabei.

In der Mehrzahl wird im russischen Sprachgebrauch von Bolonki gesprochen, in Deutschland hat sich allerdings der Mehrzahlbegriff Bolonkas etabliert.

Verhalten: Ein Bolonka Zwetna ist sehr stark auf seine Menschen bezogen und möchte am liebsten immer und überall mit hingenommen werden, was auf Grund seiner geringen Größe auch in den meisten Fällen sehr gut möglich ist.

Er ist seiner Familie ein treuer Begleiter und gegenüber Kindern ein feinfühliger

Spielkamerad. Durch sein verspieltes und lebhaftes Wesen erobert er alle Herzen im Sturm und begrüßt auch lang vermisste Gesichter stets fröhlich.

Schmusen und kuscheln liebt er über alles, abends am liebsten auf der Couch und nachts im Bett schlafen, das ist der Höhepunkt des Tages für ihn. Hat er sein Körbchen neben dem Bett im Schlafzimmer, ist er aber genauso glücklich, da es ihm auf die Nähe zu seinen Menschen ankommt.

Deshalb sollten Sie ihn auch tagsüber nie zu lange allein lassen. Dies gilt auch für jede andere Hunderasse. Sicherlich kann er durchaus ein paar Stunden alleine bleiben, wenn man eine Feier besucht oder einmal einkaufen fährt, nur sollten solche Situationen eher die Ausnahme als die Regel sein.

Wichtig ist, dass Sie das Alleinsein mit ihm vorher üben. Es ist auch nicht notwendig, ein Haus mit Garten zu bewohnen. Der Bolonka Zwetna lässt sich auch in einer Wohnung halten. Von Vorteil ist hier, dass er ein angenehmes ruhiges Wesen hat und kaum kläfft. Hört er jedoch zum Beispiel in der Nacht ungewohnte Geräusche, schlägt er durchaus an und warnt seine Besitzer. Auch wenn er kein typischer Wachhund ist, sorgt er sich doch um Haus und Hof und man ist so manches Mal erstaunt, dass dieser kleine Hund auch bellen kann.

Der Bolonka Zwetna ist kein streitbarer Hund und verträgt sich auch im großen Hunderudel. Dies lässt sich sehr gut auf Hundeausstellungen beobachten, wie friedlich alle Tiere dort zusammen miteinander umgehen.

Ebenso kommen sie in der Regel gut mit den anderen Haustieren zurecht, die im Haushalt der Besitzer leben. Ein Bolonka Zwetna ist als Anfängerhund gut geeignet, da er ein sehr anpassungsfähiger kleiner Hund ist, der sich bei Familien mit Kindern ebenso wohl fühlt wie bei Singles.

Für ältere Menschen ist sein geringes Gewicht ebenso positiv wie die Eigenschaft, dass er unkompliziert in der Haltung ist und sich leicht leiten lässt. Doch glauben Sie nicht, dass dies alles genau so auf Ihren Bolonka zutreffen muss, denn wie der Mensch, so ist auch der Hund ein Individuum, welches nicht immer nach dem gleichen Muster gestrickt ist.

Farben: Praktisch ist jeder Bolonka ein kleines Farbwunder, denn niemand kann vorher genau sagen welche Farben die Eltern und Großeltern vererbt haben. Auch wenn mehrere Male dieselben Eltern verpaart, werden nie dieselben Farben bei den Welpen kommen, wird es jedesmal Überraschungen geben.

Die Farbgebung der Bolonkas kennt kaum Grenzen, denn bei den Namen der Farben gibt es noch keine einheitliche Regelung.

So spricht man inzwischen von saible, creme, gold, goldzobel, wildfarben, schwarz, braun, schokobraun, apricot, sowie gescheckte Varianten in allen möglichen Kombinationen.

Etwas seltener sind dann die dreifarbigen Bolonkas (tricolor) die auch wieder verschiedene Farbkombinationen aufweisen.

Was die Weitergabe von Farben der Eltern betrifft, gibt es zwar einige Gesetzmäßigkeiten, doch kann man sich hierauf nicht wirklich immer verlassen, denn die Launen der Natur schlagen hier teilweise auch Schnippchen.

Rassestandards:

Inzwischen gibt es drei verschiedene Standardbeschreibungen für den Bolonka. Zum einen wäre der des Russischen Bolonka Zwetna zu nennen. Aus einer älteren Fassung wurde dann später der Standard der DDR abgeleitet und inzwischen ist ein weiterer für den Deutschen Bolonka zu verzeichnen.

Russischer Bolonka

RUSSISCHER FARBIGER BICHON

(Tsvetnaya Bolonka/Bolonka Zwetna)

Offizieller Standard der Russian Kynological Federation (RKF) - Stand 15.7.1999

Allgemeine Erscheinung Kleiner, kräftiger, harmonisch gebauter Hund Etwas länger gebaut als hoch. Die Rasse wirkt elegant durch ihre dichtes, üppiges Haarkleid.

Wichtige Proportionen: Die Länge des Körpers ist etwas höher als die Schulterhöhe. Der Fang ist ein wenig kürzer als der Schädelteil.

Verhalten:

Temperament: Ausgeglichen, freundlich, lebhaft.

Kopf: Proportional zum Körperbau,von mittlerer Größe.

Schädel: Mittelgroß, leicht abgerundet

Stop: Ausgeprägt

Gesichtsregion Nase nicht hervorstehend.

Schwarz oder im Farbton des Fells.

Fang: Trocken, gerade, ein wenig kürzer als der Schädel, leicht in Richtung der Nase enger werdend.

Lefzen: Eng anliegend.

Kiefer Zähne: Ein Scherengebiss ist erwünscht. Ein Zangengebiss ist erlaubt. Ein leichter Vorbiss wird toleriert.

Augen: Von mittlerer Größe, rundlich, dunkelbraun oder haselnussfarben, ein wenig schräg stehend. Die Lider sind dünn, trocken, eng anliegend, die Augenränder sind

schwarz oder im Farbton des Fells.

Ohren: Klein, hoch angesetzt, werden hängend oder gefaltet getragen.

Die Ohrspitzen liegen am Schädel an.

Hals: Von mittlerer Länge, trocken, aufrecht getragen.

Körper: Kompakt Widerrist gemäßigt entwickelt.

Rücken: Gerade, kräftig, breit, muskulös.

Lenden: Kurz, leicht gewölbt

Kruppe: Breit, ein wenig schräg abfallend.

Brust: Tief, mittlere Breite, oval geformt.

Bauch: Leicht aufgezogen.

Rute: Von mittlerer Länge, hoch angesetzt, wird fröhlich über den Rücken links- oder rechtsseitig gebogen getragen.

Glieder: Vorhand: Von vorne betrachtet sind die Vorderbeine gerade, vertikal

und parallel sowie gut proportioniert, und von einer guten Länge im Verhältnis zum Körper.

Schultern: Der Winkel am Schultergelenk liegt zwischen 90° und 110°.

Ellenbogen: Sind weder nach innen, noch nach außen gedreht.

Fesseln: Kräftig, fast aufrecht.

Hinterhand: Von hinten betrachtet sind die Hinterbeine gerade und parallel, ein bisschen weiter gesetzt als die Vorderbeine.

Der Winkel des Hinterhandgelenkes muss so sein, dass er einen geraden Rücken verursacht.

Pfoten: Klein, gewölbt, eng stehend, leicht oval geformt.

Gangart: Bewegung Leicht, frei

Fell: Haar dicht, üppig, seidig, weich und geschmeidig, fällt in großen

Locken oder Wellen. Grosse Locken werden bevorzugt.

Unterwolle gut entwickelt. Auf dem Rücken soll kein Scheitel fallen. Der Kopf hat einen gut entwickelten Bart und Schnurrbart.

Farbe: Alle Farben erlaubt außer reinweiß: schwarz, schwarz und lohfarben, braun, braun und lohfarben, grau (Wolf, silbern), rot, rehbraun, crèmefarben, Sattel, Schecke. Ein

wenig Weiß auf dem Brustkasten und/oder an den Füssen ist erlaubt.

Größe: Die erwünschte Widerristhöhe beträgt 24 - 26 cm.

Fehler Jegliche Abweichung von den vorhergehenden Punkten sollten als Fehler bewertet werden; die Strenge mit der diese Fehler bewertet werden

sollte in genauer Übereinstimmung mit ihrer Schwere stehen.

Zuchtausschließende Fehler

  • Rückbiss
  • Starker Vorbiss
  • Weiße Stellen betragen mehr als 20% der Gesamtfläche des Fells
  • Das Fehlen von Bart und Schnurrbart.
  • Schwanzlosigkeit, zu kurzer Schwanz.

P.S.: Rüden sollten zwei normale Hoden besitzen, die sich beide im Hodensack befinden.